Hi, ich bin Yvonne – die.familien.esspertin

Herzlich willkommen auf meinem Blog



Wissenschaft trifft Herz – für ein Familienessen mit Vertrauen, Würde und Verbindung.

Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, sehe ich nicht zuerst den Esstisch.
Ich sehe mich im Garten meiner Großeltern. Wie ich mit schmutzigen Knien und klebrigen Fingern zwischen den Erbsenreihen sitze, die Schoten mit einem „Knack“ öffne und die süßen grünen Perlen direkt aus der Schale in den Mund stecke. Ich erinnere mich an das Klettern auf den Kirschbaum, an das Pflücken mit beiden Händen, an das Naschen ohne Pause.

In dem Haus, in dem ich aufwuchs, lebten drei Generationen zusammen. Essen war bei uns nie Thema im Sinne von Regeln oder Druck – es war einfach Teil des Lebens. Ein fester, wohltuender Bestandteil unseres Alltags. Niemand sprach über „gute“ oder „schlechte“ Lebensmittel. Wir aßen, was da war. Wir kochten, was wir angebaut hatten. Und wir waren miteinander – beim Zubereiten, beim Essen, beim Verdauen.

Diese Erfahrungen haben mich tief geprägt – auch wenn ich das damals nicht in Worte fassen konnte. Essen war selbstverständlich. Natürlich. Unaufgeregt. Und genau das war seine Stärke.

Als ich später auszog und begann, mich selbst zu versorgen, veränderte sich mein Verhältnis zum Essen. Ohne es bewusst zu merken, entfernte ich mich von der Einfachheit, mit der ich groß geworden war. Ich orientierte mich an Fitnesszeitschriften, an Trends, an Werbeversprechen. Ich glaubte, was auf Verpackungen stand, ließ mich vom Versprechen der Diätindustrie leiten. Low Carb klang überzeugend. Eiweißriegel wirkten professionell. Ich glaubte, alles richtigzumachen – und verlernte dabei, auf mich selbst zu hören.

Erst mit der Geburt meiner Tochter kam der Wunsch nach Klarheit zurück.
Plötzlich ging es nicht mehr nur um mich. Ich wollte nicht länger einfach „irgendwas“ essen – ich wollte verstehen, was nährt. Und zwar nicht nur im physiologischen Sinne, sondern ganzheitlich. Als meine Tochter sechs Monate alt war, wurde bei mir eine Schilddrüsenerkrankung festgestellt – eine, die wie ich erfahren durfte, nach der Schwangerschaft auftreten kann, aber selten ernsthaft thematisiert wird. Ich war müde, oft erschöpft, und begann, mich intensiv mit gesund erhaltender Ernährung auseinanderzusetzen.

Zeitgleich stand ich vor der Beikosteinführung.
Und ich stellte mir dieselben Fragen, die mich selbst betrafen, nun auch für mein Kind:
Was braucht ein kleiner Körper? Was hilft beim Wachsen, beim Lernen, beim Großwerden?
Aber ich fragte mich auch: Wie begleite ich mein Kind beim Essen?
Wie kann ich ihr Selbstvertrauen fördern, statt Kontrolle auszuüben?

Als Pflegefachkraft war mir der Gedanke der Selbstwirksamkeit vertraut. Hilfe zur Selbsthilfe – das war immer mein Leitgedanke. Ich wollte nichts tun, was mein Kind bereits selbst konnte. Ich wollte nicht füttern, was sie schon greifen konnte. Ich wollte nicht vorgeben, was sie schon selbst entdecken konnte. Und so kam ich zum Baby-led Weaning – damals noch in der Überzeugung, dass es sich ausschließlich auf Fingerfood bezieht.

Heute weiß ich: Baby-led Weaning ist keine Methode, sondern eine Haltung. Es bedeutet, sich am Kind zu orientieren – an seinen Fähigkeiten, seinem Tempo, seiner Neugier. Es bedeutet, ihm zu vertrauen und die Kontrolle dort loszulassen, wo sie unnötig ist.

Mit diesem inneren Wandel begann auch mein beruflicher Weg sich zu verändern.
Ich bildete mich weiter zur Beikostexpertin, vertiefte mein Wissen über kindliche Entwicklung, Nährstoffe, Mikrobiom und Essverhalten. Ich absolvierte ein Aufbaustudium in Ernährungswissenschaften (CAS) und verband meine Kompetenzen aus der Pflege, aus Coaching, Supervision und Mediation mit meinem Herzensthema: Eltern begleiten – fundiert, beziehungsorientiert und ohne Ideologien.

Heute begleite ich Familien auf ihrem Weg zu einem entspannten, beziehungsstarken Umgang mit Essen.
Ich vermittle Wissen über Beikost, Familienernährung und kindliches Essverhalten. Aber vor allem schaffe ich Räume für Reflexion, für Vertrauen, für Entlastung.

Ich möchte Eltern stärken – nicht verunsichern.
Ich möchte Orientierung geben – nicht belehren.
Ich glaube daran, dass wir alle Zugang zu Ernährung haben – aber manchmal den Zugang zu uns selbst verlieren.

Und ich bin überzeugt: Wenn wir lernen, wieder auf unser Gefühl zu vertrauen – gestützt durch fundiertes Wissen –, dann entsteht genau das, was Kinder am meisten brauchen: Sicherheit. Verbindung. Und ein Essen, das mehr ist als Nährstoffzufuhr.

Schön, dass du da bist.

Vielleicht findest du hier genau das, was dich in deinem Alltag stärkt:
Ein neuer Blick auf das Essen.
Ein tieferer Zugang zu dir selbst.
Und Impulse, die bleiben dürfen.

Herzlich,
Yvonne
die.familien.esspertin